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Re: Zweite Phase bei Stechbeitel mit Primärphase 3

Hallo Hermann,

herzlich willkommen.
Kennst Du Friedrichs Schärfanleitung? Dort wird alles rund ums Thema Schärfen erklärt, zu finden hier auf der Seite unter Schärfprojekt oder so: http://www.woodworking.de/schaerfprojekt/index.html
Ich nehme an Du meinst als zweite Fase eine sogenannte MikroFase, welche auf der gleichen Seite angebracht wird, wie die übliche Fase. (Eine Fase auf der gegenüberliegenden Spiegelseite ist eigentlich nicht üblich und wäre zum Abstechen auch eher nachteilig). Der Grund für diese zweite Fase ist wie Du richtig erkannt hast, das leichtere und schnellere Nachschärfen. Für die Widerstandsfähigkeit der Schneide ist nur dieser Keilwinkel im vorderen Bereich relevant - es spielt keine Rolle ob die 30°-Fase durchgeht oder sich nach einigen Zehntelmillimeter (oder mehr) auf 25° abflacht. Konkret heißt das, Du solltest mit Deiner Primärfase von 30° die gleiche Widerstandsfähigkeit wie eine 25°-Fase mit 30°-Mikrofase haben (beide haben vorne 30°). Wenn Du das beibehalten willst, musst Du jedoch immer die gesamte Fase abziehen. Ich schärfe lieber mit Mikrofase wie Friedrich, weil das einfach sehr schnell geht.
Bei den Winkeln muss man auch nicht unbedingt eine Wissenschaft daraus machen. Man kann einfach mit kleinem Winkel anfangen und wenn man merkt, das es Ausbrüche gibt bzw. die Standzeit zu niedrig ist, zieht man einfach mit dem feinen Stein einere steilere Mikrofase an. Die Empfehlungen mit25°/30° sind sicher tauglich aber es kommt eben auch darauf an, ob man damit stemmt oder sticht in Linde oder Buche.

Viel Erfolg und viele Grüße

Johannes

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