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Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Rahmen- oder Gestellsäge für das Aufsägen?

Hallo Beate,

ich habe vergangenes Jahr ja meine Rahmensäge hier vorgestellt:
http://www.woodworking.de/cgi-bin/forum/webbbs_config.pl/md/read/id/75882/sbj/meine-klobsaege-zum-auftrennen/

So eine Säge würde ich immer schiebend bedienen. Wenn man zu zweit sägt, kann man ggf. symmetrische Zähne einsetzen und in beiden Richtungen sägen. Wenn Du 20cm breite Bretter auftrennen willst, ist meiner Meinung nach die Rahmensäge der Gestellsäge leicht überlegen. Erstens kann man sehr gut zweiarmig arbeiten und hat dadurch mehr Kraft, welche man beim Auftrennen auch benötigt. Zweitens hat man einen größeren Hebelarm um die Sägerichtung zu korrigieren, wenn man leicht schief wird.
Ob das Holz links und rechts der Sägefuge breit oder filigran ist, spielt für die Säge eher eine untergeordnete Rolle. So oder so ist eine große Zahnweite wichtig, dass die Späne Platz haben, bis der Zahn die Schnittfuge verlässt. Zur Bezahnung gibt es auch schon zahlreiche Beiträge hier im Forum (Stichwörter: Auftrennen, Rahmensäge, etc.). Ohne es ausprobiert zu haben, würde ich für das Auftrennen in der Dicke eher von einem Japanblatt abraten. Die japanischen Sägeblätter haben meistens sehr feine Zahnteilungen mit entsprechend kleinen Zahnzwischenräumen. In langen Schnittfugen sind die Zahnzwischenräume dann schon mit Spänen gefüllt, bevor die Säge durchgewandert ist - die Säge verstopft. Ein weiterer Grund ist, dass das dünne (Blattstärke) und schmale (Blattbreite) Blatt nicht gerade sehr torsionssteif ist. Gerade bei den wildgewachsenen Hölzern wird das Blatt eher die Tendenz haben, in Brettmitte härteren Stellen auszuweichen (auch wenn die Säge außen am Riss liegt). Die entstehenden Buckel erhöhen dann auf beiden Seiten den Verschnitt. Mit einer guten Sägetechnik mag so ein Japanblatt aber genauso funktionieren. Ich mag jedenfalls die westlichen lieber, mit meiner Ryoba und Kataba kann ich nicht gerade sägen ;)

Viele Grüße und frohes Auftrennen!

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