Zinkensäge von Gramercy Tools

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: AEine allgemeine Frage zum Sägen...

Hallo Rainer,

auch von mir: Willkommen!

Das gleiche Problem (ein Nicht- Eben- Bleiben oder Verwölben der Schnittfuge) habe ich mit den Japansägen, mit denen ich einmal anfing, auch gehabt. Vielleicht bin ich zu grobmotorisch oder wollte immer die Richtung korrigieren - ich weiß bis heute nicht, woran das lag. Der Schnitt war oft in sich gebogen und verlief dann natürlich auch. Ich habe schließlich probiert, wie es mit einer europäischen Säge mit dickerem Blatt geht, und habe völlig ebene Schnitte, durch die man einfach hindurchsehen kann, erhalten. So wie eine z.B. mit der Kreissäge geschnittene Sägefuge auch aussieht.

An dem Punkt habe ich mich entschlossen, meine Japansägen zu verschenken, und seitdem säge ich europäisch und komme damit besser klar.

Damit will ich jetzt nicht behaupten, dass man mit den dünnen Japansägen nicht geradeaus sägen kann, aber ich konnte es nicht. Zu Deiner Frage mit dem beidseitigen Riss (bei Sellers): Das kann man machen zur Kontrolle, weil man die Richtung des Sägeschnittes von einer Seite eben doch nicht so genau steuern kann. Aber eine Führung des Blattes ist es nicht, und die Säge selbst müsste auch ohne das geradeaus schneiden.

Ganz allgemein sollte man für Längsschnitte auch Sägeblätter mit entsprechender Bezahnung verwenden (die meisten Japansägen haben Querschnittbezahnungen!) und wichtig ist auch, dass die Säge scharf ist. Mit einem stumpfen Sägeblatt kann man nicht präzise sägen.

Für einen wirklich geraden Längsschnitt ist ein Fuchsschwanz nicht besonders gut geeignet (weil sein Blatt eben auch sehr elastisch ist), besser können das Rückensägen oder Spannsägen. Und das Blatt muss natürlich einwandfrei geschärft und geschränkt sein.

Grüße, Friedrich

[ Antworten ]

Beiträge zu diesem Thema

- -