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Re: Hobeln von Buche Leimholz

Hallo zusammen,
Danke für Eure verständnisvollen, unterhaltsamen und auch hilfreichen Antworten! Die Antworten zeigen mir, dass ich mit diesem Problem nicht allein bin auf der Welt, was schon mal gut zu wissen ist! Horst und Konrad: Ihr sprecht mir mit Euren drastischen Kommentaren aus der Seele! Aber ich finde es auch gut, dass Rolf dem gescholtenen Holz trotzdem eine Lanze bricht - auch ich habe kleinere Stücke Buchenholz (kein Leimholz) schon sauber ausgehobelt. Alle Antworten bestätigen die größtenteils miserable Qualität von Buche Leimholz. Insbesondere die Baumarktware ist hier jenseits von gut und böse, da sind wir uns sicher alle einig! Im konkreten Fall habe ich mir allerdings genau aus diesem Grund durchaus hochwertiges Leimholz (26 mm) mit durchgehenden Lamellen, nicht keilgezinkt im Holzhandel gekauft. Hergestellt wird das Holz von Alfa / Team7. Es macht einen hervorragenden und hochwertigen Eindruck. An den Längskanten lässt es sich hervorragend hobeln. Gekauft habe ich die Platte für den Bau eines Moxon Vise. Ich wollte ein robustes Holz und ich wollte mir in diesem Fall die Arbeit ersparen, die benötigen Platten selbst zu herzustellen. Ich verwende sonst nie fertiges Leimholz... Leider hat sich die Platte dann im Laufe einiger Monate Standzeit vor der Verarbeitung nun doch etwas geworfen. Diese Verwerfung wollte ich nun aushobeln, um sie "tischlermäßig verwendbar" zu machen. Die Verwerfung war zu stark um ihr mit einem Ziehklingenhobel beizukommen, der ja nach meinem Verständnis auch eher für die Herstellung einer guten Oberfläche zum Einsatz kommt. Vom Schleifen gar nicht zu reden. Diagonales Hobeln funktioniert durchaus; das Problem tritt beim anschließenden Hobeln in Längsrichtung auf. Ich werde das Eisen nun nochmals schärfen und versuchen das Hobelmaul noch feiner zu justieren. Und beim nächsten Mal werde ich mich nicht mehr um die eigene Herstellung von Leimholz drücken.
Zu guter letzt zum Kommentar von Pedder: ja, das sehe ich auch so, das keilgezinktes Leimholz kein wirklich gut geeignetes Material für die Herstellung einer Hobelbank Arbeitsplatte ist. Ich war auch enttäuscht und etwas entsetzt, als ich beim Bohren von 19 mm Banklöchern auf kleine Hohlräume gestoßen bin... Die Hobelbank war so mit das Erste, was ich mir für das Holzwerken zugelegt habe. Ich habe damals blind auf den Namen "Ulmia" vertraut und hatte von solchen Details und mögliche Alternativen damals überhaupt keine Ahnung.
Ich wünsche Euch allen ein schönes sonniges Wochenende! Bruno.

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