Aufbewahrungsbox für Veritas-Hobeleisen

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Anschauenswerter Blog
Antwort auf: Re: Anschauenswerter Blog ()

Auf der anderen Seite: Wie haben das die Tischler früher gemacht?
Hatte die einen festen Schärfplatz, so wie es die meisten hier wahrscheinlich haben?

Ich kenne es aus 2 älteren Betrieben:

Große Tischlerei meines Patenonkels:
Breite Bohle auf Winkel vor die Wand gedübelt, von links nach rechts:
Astlochbohrmaschine wandhängend, daneben Elu Hobelmesserschleifmaschine für Abrichte/Dickte,
daneben Elu Doppelschleifer, eine Scheibe mit Führung für Stemmeisen/Handhobel,
und daneben Wasserdose und ein großer Belgischer Brocken zum Abziehen.
(da habe ich tlw. meine Lehre gemacht, und bis kurz nach der Gesellenprüfung gearbeitet)

Große Zimmerei - Sägewerk:
hinter dem Maschinen- und Bankraum Bautischlerarbeiten ging es es zur Schlosserei, da stand eine Werkbank mit Elu Doppelschleifer,
rechts feine Scheibe mit Führung, links Lederband zum Abziehen, daneben Blechdose mit Wasser und großer Belgischer Brocken.
Der Zimmerergeselle, der sich in den ersten Wochen meine frisch geschärften Stemmeisen "ausgeliehen" hat, hat sich das 30 mm Teil
erstmal recht tief durchs Fleisch gezogen und geflucht...
Ich "durfte" dann regelmäßig für die Kollegen das Handwerkzeug schärfen.
(Die hatten sogar noch eine große Ulmia Kluppe und Sägefeilen irgendwo versteckt)

Auch mit solcher Ausrüstung bekommt man mit genügend Übung selbst eine gerundete Stoßaxt sehr scharf.
Nicht auf das Niveau von Friedrich, aber recht schnell und ausreichend.

Gruss
Thomas

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