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Pockholz hobeln
Antwort auf: Fehlendes Hobelmaul ()

Hallo Florian

Wenn die Hobelsohle entsprechend abgenutzt ist und es bei der Reparatur des verstellbaren Hobelmauls einen Überstand gibt, dann würde ich auch erst versuchen mit einem Hobel vorzuarbeiten, denn wenn man von Hand schleift kann es ziemlich dauern bis man alles eingeebnet hat.
Ich habe selber nicht viel Erfahrung mit Holzhobeln, ich selber mag mehr die alten Stanley und die etwas moderneren Veritas-Hobel, aber den Hobel den ich umgearbeitet habe, der hatte auch eine sehr mitgenommene Sohle und die war nicht einfach zu hobeln, vor allem sind mir immer wieder Teile aus der Oberfläche ausgerissen.
Wenn du einen Zahnhobel hast, könntest du den mal probehalber verwenden. Der macht keine schöne Oberfläche, das ist aber egal wenn du die eh noch überschleifst. Andererseits kann die Maserung so wild sein wie sie nur will, mit dem Zahnhobel ist mir noch nie etwas ausgerissen aus der Oberfläche.

Es gibt da einen japanischen Hobel zum Abrichten von Hobelsohlen, der hat die Besonderheit daß das Eisen praktisch senkrecht steht und vermutlich mehr schabt als schneidet. Ich habe für so einen Fall mal probeweise ein Eisen aus einem normalen Putzhobel in den Körper eines Zahnhobels eingesetzt. Der Schnittwinkel wird dadurch wesentlich steiler. (Manche machen das auch mit einem Flachwinkelhobel indem sie das Eisen mit einem entsprechend großen Fasenwinkel anschleifen.) Man muß die Spanabnahme dann ganz ganz fein einstellen und trotzdem hat das nicht mit allen Hölzern funktioniert.
Inzwischen habe ich einen Ziehklingenhobel bei dem man die Spanabnahme sehr fein einstellen kann und der manchmal bei solchen Problemfällen eine große Hilfe ist (wenn man nicht schleifen will) aber manchmal funktioniert es auch nicht so wie ich will, dann muß ich doch schleifen...

Gruß Horst

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