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Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Ein Bücherregal (3/3)

Moin!

Hallo zusammen,

vielen vielen Dank für all die netten Kommentare bis hierher - darüber freue ich mich sehr.
Kiefer scheint ja bei Euch, verzeihe Friedrich, nicht sehr hoch im Kurs zu stehen. Warum eigentlich? Ich finde jede Holzart hat ihren Reiz und ich möchte möglichst viele verschiedene ausprobieren und kennenlernen. Bisher habe ich Fichte (Hocker, keine gute Idee für die Sitzfläche), Buche (Lowboard), Eiche (Balkenbett), Ahorn (Schnitzwinkel, Tischlerwinkel), Lärche (Hobelbank), Birne (Essbrettchen), Linde und Zwetschge (Schnitzereien), bearbeitet und ich könnte nicht sagen, dass mir ein Holz besser gefällt als alle anderen. Aber da darf gerne jeder seine persönliche Meinung haben.

Ich weiß gar nicht woran das liegt. Aber ich habe Esche als mein allerliebstes Lieblingsholz und Kiefer steht bei mir gleich nach Mahagoni ganz unten. Das hat absolut keine rationale Gründe. Ich bewerte Holz für Möbel rein nach Attraktivität der Maserung. Und ja, ich Schelm lackiere auch Esche manchmal deckend weiß, wenn es zur Einrichtung passen muss. Das ist ja das schöne an der Esche: Die Maserung bleibt dennoch deutlich spür- und sichtbar.

@Stabilität und Rückwand: Mir gefiel das Aussehen ohne Rückwand einfach besser. Hinzukommt, dass eine massive Rückwand das ganze ziemlich wuchtig gemacht hätte. Und als Sperrholz kenn ich bei meinen Bezugsquellen nur Birke und Buche und das beißt sich optisch schon ein bisschen meiner Meinung nach. Die Stoppleisten sind entgegen Deiner Vermutung, Amadeus, immer gleich hoch. Unten ist ein Sockel, oben ein Querfries verdübelt. Ich weiß nicht ob ich es verraten soll, aber ... ich habe keine Verbindung geleimt. Mir gefällt die Möglichkeit das Möbel wieder zerlegen zu können. So habe ich das auch bei meinem Bett gemacht, wo alles nur ineinander gesteckt wird. Die Gratverbindung erscheint mir sehr stabil. In diesem (unverleimten) Zustand hat das Regal ungefähr die Steifigkeit von Spanplattenmöbel - ich weiß das ist nicht unbedingt viel, aber das reicht mir erstmal. Da sollen nur Bücher drin stehen, die Kinder dürfen woanders klettern. Dadurch dass das Regal oben schmaler ist, ist es nach vorne auch recht kippstabil.

Oh, dann habe ich das falsch gedeutet auf den Bildern. Aber ich gebe dir vollkommen Recht. Rückwände sind was für geschlossene Schränke. So ein Regal darf rückwandfrei bleiben, solange es stabil genug ist. Es muss ja nicht immer gleich ein Kreuz sein, der das Regal verspannt. Zwei breitere Leisten reichen oftmals. Im Sockel kann man das gut versteckt machen und über dem obersten Regal wäre eine Leiste zur Not auch noch möglich. Zerlegbar ist sowas auch montierbar. Gibt ja genug unauffällige Verschraubungen, die das möglich machen könnten. Bei mir sind aber alle Regale und Schränke an der Wand fixiert. Anders wäre es mir nicht geheuer. Darüber kann man auch nahdenken. Ist aber jedem selber überlassen. Bei den Boards selber mache ich mir aufgrund der Verbindung keine Gedanken, dass das verleimt werden müsste.

Schaut immer noch gut aus!

Schicken Gruß,
Amadeus

P.S.: Ja das mit dem Zeigen hier im Forum traue ich mich nicht so recht. Die Ansprüche sind dann doch recht hoch. Und was ich zeigen könnte besteht "nur" aus Plattenmaterial und wird Regalen wie dem hier nicht gerecht.

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