Schweifsäge von Gramercy Tools

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Chapeau

Hallo Johann Daniel,

das ist ein Beitrag, der den Montag für mich zu einem besonderen macht. So viele Aspekte beinhaltet er, die mir aus dem Herzen sprechen. Besonders der zweite Satz wird in meine Zitatensammlung eingereiht. Sehr schön.

Auch die Arbeiten sind sehr schön beschrieben und können bestätigt werden. Die Wirkung eines vertieften Sägeansatzes habe ich auch nicht als förderlich empfunden. Tom Fidgen hat mal eine Rahmensäge in Verbindung mit einem Kerfing Plane gebaut und vorgestellt. Die Säge erinnerte mich an die Roubo, die teilweise auch zu meiner Ausführung herhalten mußte. Die "Vorschnittsäge" ist weggefallen und die Rahmensäge erleichtert den Schnitt enorm.
Da Du Sägeblätter feilen kannst, wäre das eventuell eine Alternative. Berücksichtigen muss man aber, dass Nadelhölzer nicht so enfach zu sägen sind. Der Unterschied zwischen dem Früh- und Spätholz in der Härte, hat einen starken Einfluß auf den Verlauf der Säge. Selbst bei stehenden Jahresringen, die quer zur Faser geschnitten wurden, haben mich an den Rand der Verzweiflung geführt. Es wurden 12mm Brettstärke auf zweimal 5mm aufgesägt benötigt und heraus ist Wellaform gekommen. Da die Endstärke 3mm sein mußte, habe ich sie soweit wie möglich gleichmäßig aufgetrennt und dann mit einem scharfen Hobel mit ganz dünnen Spänen egalisiert. Leichter ist mir die Bearbeitung von Harthölzern gefallen. Da kontrolliere ich beide mit Bleistiftstrichen angezeichneten Sägelinien. Aber meist verläuft die Säge nicht.
Die gezeigten Bilder verdeutlichen Deine Vorgehensweise und ist leicht nachvollziehbar. Das lässt mich auf den weiteren Vorgang der Dokumentation freuen.

Vielen Dank, dass Du uns teilhaben lässt,

herzlichen Gruß

Uwe

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