Zinkensäge von Gramercy Tools

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Hobel-Bastelaien am WE (Bilder)

Hallo Holzwerker,
ich hatte unverhofft ein wenig Zeit in der Werkstatt verbringen können. Der letzte Reformhobel mit gerissenem Hobelkörper und einen abgesplittertem Hörnchen lag noch rum. Eigentlich auch nur wegen der Klappe erworben ;)
Er scheint auch recht alt zu sein, der Schlagknopf ist aus Hartholz, eiserne Hobelauflage usw..

Den Riss konnte ich nicht zusammenpressen, da ist wohl im Laufe der Jahre zuviel Schmutz reingekommen. Ich hätte den höchstens komplett aufbrechen, säubern und neu leimen können, fand ich aber keine so gute Idee. So habe ich diesen nur ganz vorsichtig mit einer Zwinge aufgedrückt und das von Ernst zur Reparatur empfohlene, wirklich sehr dünnflüssige "Uhu Holzfest" möglichst tief da reingegeben und anschließend leicht verpresst.

Das fehlende Holz am Hörnchen habe ich ersetzt, leider nichts farblich passendes gefunden, aber die Form stimmt wieder so in etwa.

Die Sohle hat jetzt noch ein paar kleinere Riefen und Ausbrüche, die mich aber nicht weiter stören, aber ist zumindest wieder plan.

Aber nun was ganz anderes.
Ich halte schon länger Ausschau nach einem Ziehklingenhobel, bis jetzt ist mir aber noch kein passendes Exemplar über den Weg gelaufen. Und da ich ja mittlerweile eher Holzhobel bevorzuge, war die Überlegung da, ob man sich sowas auch selbst basteln könnte. Bei Dieter sah ich einen japanischen "Tachi Kanna - Hobelsohlenabrichthobel". Bei diesem scheint das Eisen durch seine eigene Keilform zu klemmen. Da meine "Resteisen" aber gleichmäßig dick sind oder unten etwas dicker, musste eine andere Lösung her, mit einem klassischem Holzkeil:

Dieses Probestück ist aus einem Rest meiner alten Hobelbank gesägt, das Loch für Eisen und Keil einfach ausgestemmt.Funktionierte sogar schon in diesem Zustand, nur konnten die Spänchen nirgendwo hin und der Hobel stopfte nach einem kleinen Stück. Darum habe ich den Spänen etwas Raum geschaffen:


Im Grunde klappt das schon ganz gut, aber wenn das Eisen minimal zu tief steht, rattert es und der Keil löst sich. Da ist noch etwas Feintuning angesagt. Sollte ich das Problem in den Griff bekommen, werde ich mir so etwas mit einem etwas breiteren Eisen mal in "sorgfältig" bauen.
Doch damit nicht genug. Ich hatte doch noch die gebrochene, mittlerweile abgeflexte Klappe über, und habe mal überlegt, ob ich mir noch einen Simpel-Sims/Eckenhobel bauen könnte. heraus gekommen ist dieses hier (das ist aber auch nur eine Art Studie, keine Ahnung, ob das funktionieren kann. Momentan ist die Klinge noch krumm und stumpf..)

Gruß,
Georg

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