Juuma Einhand-Multizwinge - schnelles einhändiges Spannen von 0 bis 170 mm

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Zähne brechen beim Schränken

Hallo Leute,

ich habe jetzt ein neues/altes Blatt eingesetzt und geschärft. Das alte/alte darf sich jetzt erstmal etwas ausruhen, bis ich wieder Zeit für solcherlei Späße und Versuche habe.

Ich denke, wir als Handwerker müssen die Prozesse im Stahl nicht vollständig verstehen. Wir wollen ein funktionierendes Sägeblatt. Wie man jetzt genau welchen Prozess beschreibt und warum der Stahl bricht (wenn Ursache umschränken ausgeschlossen ist), darüber sollen sich die Metallurgen und nicht die Holzwerker streiten. Wenn jemand beides ist, dann möge er darüber hinweglesen oder uns alle mit seinem Wissen erleuchten. Trotzdem spielt es für mich keine Rolle, weil ich es nicht mehr beeinflussen kann - egal ob chemisch korrodiert oder physikalisch durch ionisierende Strahlung. [Die würde ich persönlich ausschließen, da die für die Versprödung notwendigen freien Neutronen in der Natur außerhalb von KKWs kaum vorkommen]. Für uns sind die Bearbeitungsschritte wichtiger, was man da falsch und richtig machen kann und dazu wurde ja schon einiges gesagt.
Ich möchte die Frage in den Raum werfen, ob wir vielleicht einfach manchmal zu viel denken und alles perfekter als notwendig machen wollen, anstatt einfach nur den Spaß an der Arbeit mit Holz zu genießen? Der Opa meiner Freundin ist betagter Schreiner. Einer, welcher noch echtes Handwerk ohne Maschinen gelernt hat. Ich habe großen Respekt vor dieser Ausbildung. Allerdings schüttelt er regelmäßig den Kopf, wenn er von meinen Vorhaben hört. Wenn er noch was sägt, nimmt er meistens die Kreissäge (anstelle der Gestellsäge bspw bei Längsschnitten). Die Eisen macht er auf dem Doppelschleifer scharf. Insgesamt alles zeit- und praxisorientiert. Nicht umsonst unterscheidet man die beiden Welten, Beruf und Hobby. Ich habe genauso Respekt vor vielen Leuten hier im Forum, die wirklich großartige Arbeit geleistet haben, wie man die besten Werkzeuge hinbekommt. Wahrscheinlich braucht man das alles aber hauptsächlich für seinen eigenen Kopf und nicht für das Holz - was ja auch okay ist, mir gefällt das Fein-Tuning auch. Ich merke nur, dass ich mich selber teilweise in Theorie verliere, ohne an meinen Möbelprojekten weitergekommen zu sein. In diesem Sinne gut Holz

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