Handbehauene Raspeln von Liogier

Handwerkzeugforum für Holzwerker

stimme teilweise zu

Hallo Friedrich,

ich stimme Dir teilweise zu. Schärfen ist die Grundvoraussetzung fürs Holzwerken!!! Absolut richtig und eine vernünftige Anleitung ist auch wichtig. ABER lesen alleine ist nicht das Tor zur Weisheit. Radfahren lernt man nicht durch Bücher sondern nur durch Üben. Genauso ist es mit dem Schärfen, dem Hobeln, dem Sägen und allem anderen. Leider ist scharfes Werkzeug immer unwichtiger in unserer Gesellschaft geworden. Seht Euch doch nur mal Küchenmesser an. Die Benutzung von Maschinen fördert diese 'Ignoranz' noch, da man den Unterschied von Stumpf und Scharf weniger spürt. Auch die Jugend wird da ziemlich 'dumm' gehalten. Jungs und Mädels hatten früher ein Taschenmesser oder ein Fahrtenmesser und 'spielten' damit rum bzw. lernten bei den Pfadfindern damit umzugehen. Heutzutage vermeidet man das im Hinblick auf zunehmende Gewalt usw. Selber kann man dagegen nur bedingt angehen. Man kann seinen Kindern frühzeitig den verantwortungsbewussten Umgang mit Werkzeug (Taschenmesser gehört dazu) zeigen. Aber auch ich gebe meiner siebenjährigen Tochter noch kein Messer in die Hand. Welches Alter ist da wohl das richtige?

Selbst unter Holzwerken ist Schärfen noch ein Thema voller Unsicherheit. In Foren wechseln sich die Systeme die gerade IN sind dauernd ab. Das liegt vielleicht daran, daß 'Scharf' ein unscharfer Begriff ist (das war gerade eine sprachliche Meisterleistung :-) ). Es geht halt immer noch ein bischen besser. Man wird wohl mit der Zeit sich immer weiter schrittweise verbessern. Vielleicht muß man einfach auch akzeptieren, daß die eigenen 'Werke' nicht fehlerfrei sind und daß man nach dem Hobeln halt noch mal mit Schleifpapier nacharbeiten muß.

Fazit: gute Anleitungen sind wichtig, aber Üben ist unumgänglich.

Beste Grüße,
Oliver

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