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Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Stemmeisen oder Nuthobel?

Hallo ihr Nut-Liebhaber,

auch ich arbeite ohne Nuthobel.
Ich gehe bei der Herstellung einer Nut quer zur Faser wie folgt vor:
Nachdem die Bretter fertiggehobelt und auf richtige Länge gesägt sind, werden sie so zusammengelegt, wie sie später zusammenverleimt werden sollen, dann wird die Nut eingezeichnet/angerissen.
Danach wird bei jedem einzelnen Brett mit der Feinsäge (an einer Führungsleiste entlang) oder mit der Gehrungssägemaschine (geht genauer) die Nut eingesägt und danach ausgestemmt.
Für die abgesetzte Nut habe ich mir eine Führungsleiste aus MDF-hergestellt, an der an einem Ende noch ein MDF-Stück im 90° Winkel zur Führungsrichtung befestigt ist, so dass dieses Querstück als "Stopp" für die Grat-/Feinsäge funktioniert. So vermeide ich, dass ich weiter säge als für die abgesetzte Nut notwendig ist, danach wird auch diese Nut mit dem Stemmeisen ausgestemmt, das Ende dieser abgesetzten Nut ist dann meistens nicht so tief eingesägt, wie erforderlich, das wird dann mit dem Stemmeisen ganz nachgearbeitet.
Danach wird alles wieder zusammengelegt und, wenn's denn passt, verleimt.
Mit Nuthobel/Oberfräse bekomtm man dies alles vielleicht schneller und auch schöner hin, jedoch funktioniert dies prima, die Nut sollte man ohnehin beim fertigen Werkstück nicht sehen, also schlafe ich auch gut, wenn mal 'ne Nut nicht so ganz dem Optimum entspricht.

Gruss aus Heerlen.
Jean Putmans

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