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Re: Schnittwinkel bei Hirnholzhobel

also:

Ich habe einen Flachwinkelhobel (Record 60 1/2, Eisen mit der Fase nach oben eingebaut), der schneidet auf Hirnholz wunderschöne Späne. Das Eisen ist ein japanisches Samurai- Eisen, das ich auf etwa 30 Grad anschleife, das ergibt mit dem Bettungswinkel von 12 Grad dieses Hobels einen Schnittwinkel von ca. 42 Grad, also ziemlich normal.
Ich habe außerdem einen Bestoßhobel von LN, der hat ebenfalls das Eisen mit der Fase nach oben eingebaut. Bettungswinkel 20 Grad, angeschliffener Keilwinkel ebenfalls ca. 30 Grad, Schnittwinkel also 50 Grad. Eisen: LN A2. Schneidet ebenfalls Hirnholz sehr gut.
Mein alter Stanley #4 (und seine größeren Brüder) haben das Eisen mit der Fase nach unten eingebaut. Schnittwinkel also mit 45 Grad vorgegeben. Auch die schneiden Hirnholz ohne Probleme.
Meine Primus- Hobel (die ich nur noch wenig benutze) können es auch.

Was ich damit sagen will: Ich glaube, dass die Bauweise des Hobels nur eine geringe Rolle spielt. Sicher haben Flachwinkel- Hobel den Vorteil der Eisenabstützung bis ganz dicht an die Schneide, und man kann durch einen kleinen Keilwinkel einen kleinen Schnittwinkel und damit einen wunderbar leichten Schnitt erreichen. Aber entscheidend ist m.E., dass das Eisen ganz einfach sehr scharf ist. Dann geht es bestimmt.

Nachsatz: Ich bin nach allen Erfahrungen mit Stecheisen und mit schräggeführten Putzhobeln überzeugt, dass auf Hirnholz am besten ein Hobel mit schräg eingebautetm Eisen arbeiten würde. Aber die sind selten, und ich habe keinen.

Friedrich

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