Juuma Einhand-Multizwinge - schnelles einhändiges Spannen von 0 bis 170 mm

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Das Abrichten eines Brettes I

Hallo Christof,

nachfolgend noch einege Gedanken in loser Reihenfolge:

Ich fange nicht mit den Kanten an, sondern mit den Seiten. I.d.R. versuche ich von beiden Seiten gleich viel Material wegzunehmen. Die Feuchtigkeit im Holz ist nicht überall gleich hoch. Je tiefer, desto feuchter, weshalb es zu weiterem Verwerfen kommen kann, wenn man nur von einer Seite Dicke abträgt, da man dort dann in tiefere und somit feuchtere Schichten vordringt. Wenn man beide Seiten hobelt, wird das Brett sich weniger werfen. Man sollte aber vor dem letzten Materialabtrag dem Holz Zeit geben seinen Feuchtigkeitsgehalt wieder zu regulieren.

Bei einem stark gewölbten Brett, kann es nötig sein es mehrfach längs aufzusägen, die Kanten zu hobeln und es wieder zu verleimen, wenn man möglichst wenig an Dicke verlieren möchte.

Manchmal fixiere ich das Brett auf einem geraden Träger (MDF o.ä) und reiße dann mit dem Steichmaß die Dickenlinien an den Kanten an (die dazu natürlich dann schon recht gerade und glatt sein müssen). Dabei läuft das Streichmaß am Träger entlang. Anhand dieser Linien kann ich mich beim Hobeln besser orientieren und verbrauche weniger Zeit durch ständiges Kontrollieren.

Fertig gehobelte Bretter sollten vor weiterem Verwerfen geschützt werden. Folgende Maßnahmen wurden empfohlen:
- Bretter mit Abstandhölzern stapeln und den Stapel dann beschweren
- Bretter in Folie einschlagen
- Bretter mit Schellack einstreichen
- Werstück trocken zusammenbauen und verspannen

Bis dann,
Oliver

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