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Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: Meine erste perfekte Spiegelseite

Hallo Dietrich,

Was gegen geführtes Schleifen auf einer Tormek spricht? Wenn es um das Schleifen der Fase geht, grundsätzlich wohl gar nichts, bei mir aber, dass ich keine Tormek habe (den Hohlschliff, den diese Maschinen zwangsläufig erzeugen, halte ich für unkritisch, aber wenn, dann würde ich mir doch lieber eine Maschine mit Topfscheibe, z.B. von Makita, die flach schleift, zulegen).

Wenn man die Fase ohne Maschine schleift und abzieht, bleibt die Frage, ob freihändig oder mit Führung. Ich habe eine Zeitlang eine (veritas)Führung benutzt. Tue ich nicht mehr, weil es mir einfach zu umständlich ist,und außerdem macht es Spass, es ohne zu können. Völlig freihändig ist einfach unkomplizierter, auch mit sehr breiten Eisen. Das größte Problem für mich war anfangs, beim Abziehen den Winkel vom Schleifen wiederzutreffen. Ich bin dann zum Abziehen mit einer zweiten Fase übergegangen. Das heißt: Nur noch wenige Striche abziehen, mit vollwertigem Ergebnis. Kann ich jedem empfehlen, der kein ausgesprochener Grobmotoriker ist! Man sollte aber erwähnen, dass freihändig schleifen schon eine gewisse Konzentrationsübung ist, man braucht Ruhe dabei wie bei anderen Dingen auch. Und es kommt mit der Übung eine sehr schnelle Verbesserung des Ergebnisses. Ich kann heute eine Fase freihändig so schleifen, dass sie nach Augenschein wirklich flach aussieht (genaugenommen ist sie natürlich immer ballig!), bei meinen ersten Versuchen konnte ich das natürlich nicht.

Ein ganz anderer Fall ist die Spiegelseite (um deren einmalige Herrichtung es mir bei meinem Beitrag ging). Ob man die auf einer Makita schleifen kann, weiss ich nicht- auf einer Tormek kann es wohl nicht gehen, da muss man also doch von Hand ran. Und die Spiegelseite kann man von Hand mit einer Genauigkeit und Güte schleifen, die sicherlich üblichen Maschinen überlegen ist. Das Planschleifen dünner Werkstücke ist eben auf Maschinen sehr aufwendig und somit kostspielig und eigentlich nur durch Läppen in hoher Qualität möglich. Nicht einmal die Eisen von Lie- Nielsen sind im fabrikfrischen Zustand so plan und so glatt (von geringer Rauhtiefe), wie man das auf einem Abziehstein relativ problemlos erreicht und auch für ein gutes Hobeleisen wirklich braucht.

Friedrich

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