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Re: Schnitte längs zur Faser
Antwort auf: Schnitte längs zur Faser ()

Hallo Christof,

für Längsschnitte sollte die Säge die entsprechende Sägezahnform haben, ansonsten ist der Schnitt ineffektiv und die Säge 'eiert' in der Kerbe rum. Die dovetail-saw von L-N ist entsprechend gefeilt. Für die Wangen eines Zapfens verwende ich gerne die Ryoba mit der Längsschnittseite. Da der Schnitt manchmal schwer zu starten ist mache ich die Anfangskerbe oft mit der Querschnittseite und wechsel danach wieder zur Längsschnittseite. Beim Zinken liegen meine Probleme bei mir und nicht bei der Dozuki. Bei so 'kleinen' Schnitten ist die Sägezahnform nicht unbedingt das Problem. Auch bei Zinken säge ich in Etappen, d.h ich setze an der Rückseite des Hirnholzes an, folge der Linie bis zur Vorderkante und vertiefe dann den Schnitt indem ich der Längslinie folge. Erst dann säge ich an der rückseitigen Längslinie entlang, wobei ich mich über das Werkstück beuge anstatt umzuspannen.

Für Querschnitte eignet sich die auf Längsschnitte gefeilte Säge schlechter, da sie die Faser eher aufreißt als durchtrennt und somit unsauberer sägt. Durch vollständiges Anreißen des Risses mit dem Messer bzw. Nachstoßens mit dem Hobel läßt sich dieses Problem aber oft bereinigen. Trotzdem ist es sinnvoll die 'richtige' Säge für den Schnitt zu wählen.

Übrigens: Ein wesentlicher Einfluß beim Sägen ist das Licht. Meine Ergebnisse wurden drastisch besser, nachdem ich eine Schreibtischlampe mit Schwenkarm an der Hobelbank habe.

Bis dann,
Oliver

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