Juuma Türenspanner - auch für Leimholzherstellung

Handwerkzeugforum für Holzwerker

nicht überkandidelt und nur für Könner

Ist tendenziell richtig! Bei einem Musikinstrument ist das beste gerade gut genug, wenn es in einem weltbekannten Orchester gespielt werden soll. Das wird von der Fachwelt nicht angezweifelt.

Spielen kann es nur ein Könner, richtig hören aber auch nur ein Kenner.

Warum soll es bei Handwerkzeug anders sein? Sowenig wie eine Meistergeige etwas in der Hand eines Anfängers zu suchen hat, so wenig ist eine teure handgemachte Säge in der Hand eines solchen von wert. Aber es gibt Zwischenschritte, man kann sich zur Meisterschaft hinarbeiten.

Jeder Kult besteht aus Mythos und Realität, handgemachte japanische Sägen oder die Hobel von Lie-Nielsen oder Clifton werden mystifiziert, weil eben etwas daran ist und nicht weil nur ein Marketinginteresse dahinter steht. Eine Luftblase würde schnell platzen, wenn sich ein Ruf aber über Jahre hält, sollte man dies ernst nehmen.

Ein kleines Beispiel: Ich kenne einige, die mit einer ganz popeligen Ryoba (zweiseitig verzahnte japanische Säge) eine Weile gearbeitet haben, im gesamten damit sehr zufrieden waren aber doch nach einer Zeit den Kick zu etwas besserem haben wollten. Denen habe ich dann die kleine handgemachte Ryoba mit nur 135 mm langem Blatt empfohlen, weil sie die kleinste und billigste unter den handgemachten ist. Alle haben sich fast überschlagen vor Begeisterung, weil die Unterschiede wirklich signifikant waren. Ein absolut superfeiner, leichter Schnitt, aber diese Säge ist auch ein empfindliches Tierchen, wenn man es schlecht behandelt, knickt oder bricht es beleidigt und verweigert den Dienst.

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